Produktion von Verbindungselementen
Warmumformung, Kaltumformung und Zerspanung – worin die Unterschiede liegen und wann welches Verfahren zum Einsatz kommt: Der folgende Überblick klärt auf.



Warmumformung



Warmpressverfahren wie das Schmieden mittels Schmiedepresse sind speziell für kleinere und mittlere Stückzahlen und Durchmesser bis M200 geeignet. Das dazu benötigte Rundmaterial wird in Abschnitte zerteilt und nach Bedarf auf Schmiedetemperaturen bis zu 1250 °C erhitzt. Die Formgebung erfolgt durch Pressen. Stellfüße, Maschinenfüße oder Schrauben: Die zerspanende oder spanlose Erzeugung des Gewindes schließt die Herstellung des Werkstücks durch Warmpressung ab. 


Physikalisch beruht die Warmumformung auf der Verringerung der Kristallgitter-Dichte des Werkstoffs. Dieser verfestigt sich dadurch nicht. Im Gegenteil – Werkstoffe sind mittels Warmpressung in hohem Umfang formbar. Zu beachten ist jedoch, dass die Warmumformung zu Richtungsabhängigkeit der werkstoffspezifischen Eigenschaften führen kann. Auch reicht die Warmumformung bei Oberflächenqualität und Maßtoleranz nicht an die Möglichkeiten der Kaltumformung heran.



Kaltumformung



Während bei der Warmumformung die Kristallgitter-Dichte geringer wird, nimmt sie bei der Kaltumformung zu. Man spricht darum auch von einer Kaltverfestigung, die sich durch eine erhöhte Zugfestigkeit und Härte des Werkstücks bemerkbar macht. Um beispielsweise Schrauben der Festigkeitsklassen A2-70 oder A4-80 herzustellen, ist die Kaltumformung optimal. Dies gilt auch für die Punkte Oberflächenqualität und Maßtoleranz, bei denen sich die Kaltumformung als günstig erweist.



Positiv ist überdies die Effektivität der Produktion, denn auf modernen Kaltfließpressen können mehrere Arbeitsschritte nacheinander erfolgen. Vorformen, stauchen, entgraten – jeder Schritt erlaubt mehrere Operationen, sodass als Resultat eine fertige Schraube die Anlage verlässt. Kaltumformung ermöglicht große Stückzahlen in kurzer Zeit bei Durchmessern bis maximal M30. 


Zerspanende Herstellung durch Drehen und Fräsen

Um Stellfüße, Maschinenfüße und dergleichen mehr auch in kleinen Stückzahlen wirtschaftlich produzieren zu können, kommen bei der VERMAY GmbH & Co. KG computergesteuerte CNC-Maschinen zum Einsatz. Warum? Weil sich flexible Dreh- und Fräsmaschinen insbesondere bei der Verwendung spezieller Werkstoffe oder bei Vorgabe besonderer Maße und Toleranzen als ideal erwiesen haben.



Die Kombination aus Zerspanung und Umformung ist ebenfalls möglich. So können Rohlinge zerspanend hergestellt werden. Das Gewinde wird anschließend durch Kaltumformung erzeugt.



Weite Möglichkeiten der Gewindeherstellung



Gewindeschneiden/Gewindestrehlen



Beim Gewindeschneiden oder Gewindestrehlen wird das Gewinde spanabhebend erzeugt.



Gewindewalzen/Gewinderollen 


Das Gewindewalzen oder Gewinderollen ist ein spanloses Verfahren, bei dem das Gewinde durch Kaltumformung entsteht. Hierzu geeignet sind Materialien wie Messing, spezielle Aluminium-Legierungen und hoch legierte Stähle. Nicht geeignet sind besonders weiche Werkstoffe wie Blei und Kunststoff oder extrem sprödes Material wie Guss.



Beim Gewindewalzen oder -rollen werden große Stückzahlen in kürzester Zeit sehr kostengünstig produziert. Selbst Kerbverzahnungen und Rändelungen lassen sich realisieren. Neben einer erhöhten Festigkeit wird eine glattere Oberfläche erreicht, wodurch das Material weniger verschleißanfällig ist. Da kein Span abgehoben wird, ist dieses Verfahren mit Blick auf den Materialverbrauch sehr effektiv.



Oberflächenfehler und Beschädigungen



Bei der Herstellung können Profilabweichungen, kleine Überwälzungen oder die Trommelbeschichtung zu Unregelmäßigkeiten führen. Gleiches gilt bei Verpackung, Lagerhaltung und Transport. Allerdings ist zu beachten, dass kleinere Dellen, Schlagstellen oder Kerben im Produktionsprozess unvermeidlich sind und keinen Sachmangel darstellen. Werden hingegen besonders leichtgängige Gewinde gebraucht, führen größere Toleranzen oder das Glättwalzen mit Gewindeschutz zum gewünschten Produkt. 


Made in Pulheim. Made in Germany.

Die VERMAY GmbH & Co. KG ist seit mehr als 30 Jahren für ihre Kunden aktiv! Wir haben uns auf die Konstruktion und die Produktion von Stellfüßen, Maschinenfüßen, Schwerlastfüßen und Möbelfüßen spezialisiert.

Wir beraten Sie gerne und gut und freuen uns auf Ihre Anfragen.